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Einleitung | Lage | städtebauliche Situation
In Mitten von einem bestehenden und heterogenen Quartier mit Ein- und Mehrfamilienhäusern befindet sich diese grosszügige Parzellenfläche. Nordseitig wird das Grundstück durch die Rhihaldenstrasse begrenzt und öffnet sich zur Süd- und Ostseite hin. Eine schöne Bauminseln mit Obstbäumen steht im Zentrum der Parzelle und verleiht dem Ort seine Kraft und Ausstrahlung.
Die Parzelle (Nr. 1799) beinhaltet mittig einen Bauzonenwechsel von der Wd zur WGa, welcher unterschiedliche Anforderungen und Möglichkeiten mit sich bringt. Auf der Parzelle steht heute im westlichen Bereich ein Schopf. Dieser wird noch bis im September 2022 vermietet und kann anschliessend rückgebaut werden. Die Grundform der Parzelle ist ein polygonales Trapez, dessen Schmalseite nach Westen zeigt und sich zur Süd- und Ostseite öffnet. Die Zufahrt und Erschliessung erfolgt über die nördlich gelegene Rhihaldenstrasse. Die Weite und Grösse der Parzelle sollen auch in die neue Überbauung einfliessen und den Charakter und die Identität des Ortes weiter stärken.
Mit unserer Idee von zwei grünen Freiräumen erhalten wir eine luftige und leichte Bebauung, welche das Zusammenleben der Bewohner fördert und zugleich der Siedlung Ihren Charakter gibt. Die grünen Inseln erinnern an die ursprüngliche Bauminsel auf der Parzelle und sind die Zentren für unterschiedliche Nutzungen. Die Neubauten sind zu den Freiräumen ausgerichtet und es entsteht ein enger Bezug. Die Erschliessungen der Häuser erfolgen ebenfalls über die grünen Freiräume und die verglasten Treppenkerne schaffen eine natürliche und enge Verbindung zum Aussenraum.
Aufgrund der unterschiedlichen Bauzonen und Vorschriften haben wir uns für eine Gesamtbebauung entschieden, welche sich in seiner Höhe staffelt und zur Ostseite mit zwei höheren Häusern einen Abschluss setzt. Die unterschiedlichen Nutzungen und Positionierungen von Pflege- über Miet- bis zu Eigentumswohnungen wurden exakt beurteilt und auf die Qualität und Positionierung ausgewertet.
Der Alters- und Pflegebereich befindet sich auf der Westseite und zeigt sich in seiner Wahrnehmung differenziert zu den Wohnhäusern. Die Eigentumswohnungen bilden den vorderen südlichen Bereich der Gesamtüberbauung und geniessen absolute Privatsphäre. Die Mietwohnungen werden in einer zweiten Phase erstellt und vollenden die Gesamtbebauung mit den beiden Freiräumen.

Architektonisches Konzept
Die beiden grünen Freiräume sind die Hauptdarsteller und um sie dreht sich alles. Die Häuser orientieren sich in der Lage und Ausrichtung an ihnen und schaffen einen spannenden Dialog.
In der ersten Etappe werden die Häuser 1 und 2 mit Eigentumswohnungen und das Haus 3 mit Alters- und Pflegebereich realisiert. Die Häuser 1 und 2 sind so konzipiert, dass die Aussenräume der einzelnen Wohnungen auf unterschiedliche Seiten zu liegen kommen und somit die Privatsphäre der Bewohner berücksichtigt wird. Die Wohnungsgrössen variieren von 2.5 bis und mit 4.5 Zimmerwohnungen und reagieren jeweils zur Ausrichtung und Besonnung. Die grossen Balkone verschmelzen mit dem offenen Wohn- und Essbereich und lassen die Wohnungen optisch noch grösser und offener wirken. Zuoberst thronen jeweils zwei grosszügige Attikawohnungen mit viel Terrassenfläche und schöner Weitsicht.
Die interne Erschliessung erfolgt über das beidseitige offene und helle Treppenhaus mit einer einläufigen Treppe, sowie über einen ebenfalls an das Treppenhaus angebundenen Lift. Die Erschliessungszone verbindet die Wohnungen in Form eines Dreispenders und bringt aufgrund grosser Verglasungen viel Licht und Weite in die mittlere Zone der Häuser.
In der zweiten Etappe werden die Häuser 4 und 5 umgesetzt. Diese Häuser sind als Mietwohnungen geplant und die Grundrisse können flexibel nach Wunsch der Genossenschaft gestaltet werden. Die Typologien der Häuser führen zu einem breiten Angebotsspektrum an unterschiedliche Wohnungsgrössen und -grundrissen. Im identischen Fussabdruck des Gebäudes können sowohl 3 oder 4 Wohnungen disponiert werden. Die Abmessungen der Häuser sind identisch zu den Eigentumswohnungen.
Unter den Gebäuden erstreckt sich eine gemeinsame Tiefgarage mit der für die Nutzung erforderlichen Anzahl an Parkplätzen. Die Zufahrt erfolgt westseitig über die Rhihaldenstrasse und die Tiefgarage ist ebenfalls in zwei Etappen angedacht. Auf eine zweite Zufahrt im Osten der Parzelle wird zugunsten der Verkehrsminimierung verzichtet. Diese wäre technisch problemlos realisierbar.

Fassade
Die verputzte Fassade fügt sich aus horizontalen Bändern, raumhohen Fenstern sowie aus Teilbereichen mit feiner hinterlüfteter Metallfassade zusammen. Die Gliederung von Körper und Fassade sowie die gewählte Materialisierung und Farbigkeit betten die Siedlung sanft in den Landschaftsraum ein. Die harmonische und ruhige Fassadengliederung widerspiegelt die Klarheit der Siedlung und wirkt in seinem Auftritt unaufgeregt und solide. Die feinen Lamellen bei den Balkonen werden als Gestaltungselement und zum zusätzlichen Schutz der Privatsphäre eingesetzt und es entsteht ein spannendes Licht- und Schattenspiel.

Nutzung | Gebäudetechnik
Die Überbauung beherbergt total 42 Wohnungen von 2.5 bis hin zu 4.5 Zimmerwohnungen. Der Alters- und Pflegebereich beinhaltet zusätzlich 14 Zimmer und 3 externe Büros | Studios.
Ein multifunktionaler Raum für ein Café oder einen Gemeinschaftsraum befindet sich im Erdgeschoss des Alters- und Pflegebereichs und orientiert sich zweiseitig zum Freiraum mit Brunnen und Garten.

 

 

Raumprogramm
Das Projekt Oberdorf Tagelswangen bietet eine breite Auswahl von Wohnformen an. Von Doppelfamilienhäusern und Erdgeschosswohnungen mit Gärten über Geschosswohnungen mit grossen Balkonen bis hin zu individuellen Dachwohnungen mit zwei Loggien. Die 8 Doppelfamilienhäuser und 21 Wohnungen sind in der Grösse von 3.5 bis 5.5 Zimmer geplant. Die Grundrisse der Wohnungen sind flexibel konzipiert, so dass die Wohnungen nach Bedarf angepasst werden können.

Standort
Im südlichen Teil der Gemeinde Lindau – am Siedlungsrand und in kürzester Distanz zur Landwirtschaftszone.

Beschreibung
Moderne Architektur und traditionelle Bauweise werden in einer harmonischen Überbauung verbunden, alles eingebettet in eine faszinierend vielfältige Gartenlandschaft. Für die Erstellung der Häuser werden hochwertige Materialien verwendet und der hohe Standard, die nachhaltige Bauweise und die Umsetzung technologischer Besonderheiten machen die Wohnungen zu einer langfristig wertvollen Anlage.

Wunderschöne Weitsicht, erholende Ruhe und immergrüne Natur beschreiben die Lage des Projektes «Diamond» in Oberdürnten.

Die fünf Wohneinheiten bespielen die unterschiedlichen Ebenen aufgrund der Hanglage und integrieren sich sanft in die Umgebung.

Der Gebäudekörper erscheint wie ein geschliffener Kristall, welcher die ursprüngliche Hangneigung in seiner Dachform übernimmt und mit seiner leicht gestaffelten Fassadenabwicklung fein und elegant in Erscheinung tritt.

Die Struktur des Hauses und die Platzierung der Terrassen garantiert ein hohes Mass an Privatsphäre.

Bauaufgabe
Mit seinem klar strukturierten und schlichten Erscheinungsbild fügt sich das Mehrfamilienhaus mit vier Einheiten dezent in die bestehende Situation mit diversen Baustilen ein. Die drei Wohngeschosse sind der Topografie entsprechend hangseitig gleichmässig gestaffelt, was jeder Wohnung äusserst grosszügige nach Süden orientierte Terrassen ermöglicht. Die eleganten Vordächer schützen nicht nur die Fassaden sondern unterstreichen die horizontale feine Struktur und geben dem Gebäude seine Leichtigkeit. Die grossen mit einer Markise ausgestatteten Öffnungen in den Vordächern lassen ausreichend Licht in die angrenzenden Wohnräume und bieten zugleich einen geschützten Aussenbereich. Die Unterniveaugarage mit neun Einstellplätzen liegt auf der Höhe des Strassen-Niveau und ermöglicht über das Treppenhaus mit Lift einen direkten und bequemen Zugang zu den Wohnungen.

Raumprogramm
Die Küche als Angelpunkt, integriert im Wohnbereich, ist klarer Ausdruck des Zeitgeistes. Die loftartige Gestaltung vermittelt Offenheit und grosszügige Raumaufteilung. Die erstklassige und designvollendete Umsetzung der Küchen und Bäder ist ein echter Blickfang. Vertikale Lamellen dienen als Raumteiler welche durch die Aufteilung luftig und leicht wirken. Hochwertige Geräte und Funktionalität im stilvollen Ambiente begeistern. Edler Parkettboden oder fugenloser Spachtelbelag gehören ebenso zum exklusiven Finish wie schall- und energieeffiziente, raumhohe Fenster. Diese sorgen für ein offenes, angenehmes Wohnklima mit spektakulärer Aussicht auf die Berge und den Alpen und geben den Wohnungen die gewünschte Grosszügigkeit und Weite.

In einem Brainstorming-Prozess wurden Identifikationen zum Wald und zur Behausung gesucht. Die am Ort vorzufindende Flora sollen Anreize zur Gestaltung einer ganz speziellen Bauart führen.

Die Gestaltung des Waldzimmers beruht auf der Identifikation zum Wald. Der gefällte Baum, bildet das Zuhause des Waldzimmers. Nur die Schnittflächen der Baumstammenden und der abgetrennten Äste, bieten Einblick in das Innere. Der Baumstamm liegt auf dem unberührten Waldboden. Rückseitig liegt der Stamm leicht in den Waldboden eingesunken. Talseitig überragt das Stammende den Waldboden. Die mit Brettern beplankte Aussenhaut bildet die eigentliche Borke, und schützt die darunterliegenden Schichten des «Baumstammes» vor physikalischen Einflüssen, wie Temperatur, Regen, Wind, Sonne, Feuer und mechanischen Einflüssen.

Die Erschliessung bildete eine wesentliche Herausforderung, Insbesondere für gehbehinderte Nutzer sind Wege so anzulegen, dass sie mit nur geringer Hilfe oder sogar komplett selbstständig das Waldzimmer erreichen und nutzen können. Das relativ steile Gelände wird mittels eines Steges erschlossen. Dieser steht auf einem einfachen Pfahlsystem und schwebt über dem unberührten Waldboden. Die Überwindung der Höhe, wird in Form eines Erlebnispfades durch die nahe Waldlandschaft geführt. Es soll ein Lehrpfad für alle Besucher des Waldzimmers werden. Flora und Fauna, vom Farnblatt bis zum Ameisenhaufen, alles in nächster Nähe und doch unberührt.

Die Volumen des Zimiparks werden im Wesentlichen durch die Bauarena geprägt. Ihre Stattlichkeit wird durch die Zurücksetzung von der Hauptachse der Industriestrasse und die vorgelagerten zweigeschossigen Retailzonen unterstützt. Beide Volumen sind in ihrer Funktion unterschiedlich und manifestieren dies auch durch ihre Fassadengestaltung. Einzig der Sockel zeigt einen direkten Verwandtschaftsgrad auf. Diese Differenzierung lässt jedem der Volumen seine Eigenständigkeit. Die schlichte Fassadengestaltung der Bauarena mit einem Trapezlochblech verbirgt die Fenster und nimmt sich als Gebäude unspektakulär zurück. Denn im Fokus des Messezentrums präsentieren sich um die zentrale Mall und Galeriezonen verschiedenste Hersteller der Baubranche. Die offene und transparente Situierung und Gestaltung der Ausstellungsflächen lässt den Bauinteressierten wie durch eine Wandelhalle schreiten. Über zwei grosse Glasdächer dringt Tageslicht in das Innere und verleiht dem Raum eine angenehme Leichtigkeit.

Das direkt an den Bahngleisen gelegene Grundstück wird westlich über die obere Kirchgasse erschlossen. Die prominente Lage direkt im Zentrum von Meilen bietet viel Potenzial für ein ausdruckstarkes Gebäude.

Die verschiedenen Sichtbezüge kombiniert mit den unterschiedlichen Funktionen bilden die Grundlage für unseren Entwurf. Mit der nordseitigen Erschliessung der Tiefgarage schaffen wir Ruhe und Raum zur Südseite und einen Abschluss zur Anlieferung der Midor AG. Der neue Gebäudekörper wird bewusst vom öffentlichen Strassenraum abgesetzt um die maximale Privatsphäre zu erhalten.

Der Hauptzugang zur Liegenschaft erfolgt auf der Westseite an übersichtlicher Lage. Mit dem Abwinkeln der Westfassade zur Süd- und Nordseite hin lösen wir die starre Gebäudeform auf und orientieren uns gezielt auf die Ausblicke und die Besonnung. Zur Ostseite hin planen wir einen starken Rücken als Abschluss zur Midor AG.

Die gewählte Dachform integriert sich gut in die vorhandene Siedlungsstruktur und bietet die Möglichkeit von zwei hochwertigen Maisonette-Wohnungen mit grosszügigen Terrassen.

Das Mehrfamilienhaus «Wings» mit sieben Wohneinheiten fügt sich dezent in die bestehende Situation aus diversen Baustilen ein. Die Farbgebung orientiert sich bewusst an der Umgebung. Grosse Fensteröffnungen lassen das Gebäude zeitgemäss modern wirken. Balkone als Flügel, welche dem Projekt seinen Namen geben, verleihen Leichtigkeit und unterstreichen die horizontale Struktur. Vier Elemente werden in der Gestaltung und Materialisierung betont: Balkonflügel mit Metallrändern, Trenner zwischen den Wohnungen mit Klinkerverkleidung, Schiebeelemente aus Holz | Metall und der Klinker und Putz versehene Grundkörper.

Bauaufgabe
Der Form der Parzelle entsprechend reagiert auch das dreigeschossige Gebäude, indem es sich zu den kleinteiligen Strukturen im Norden schmal und in der Höhe geduckt zeigt. Zum Platz hin öffnet es sich und wächst in der Breite und der Höhe an. Der in der Winkelhalbierenden platzierte First steigt durch das gleichbleibende, relativ flach geneigte Satteldach stetig an. Die Giebelfassade im Süden wird durch einen leichten vertikalen Knick in der Flucht des Giebels in zwei gleichmässige Flächen gegliedert, was die Fassadenfläche kleiner erscheinen lässt und eine optimale Besonnung ermöglicht. Die nördliche Giebelfassade hingegen passt sich in ihrer Höhe und Breite der gegenüberliegenden Situation an. Das Erdgeschoss wird als Sockelgeschoss ausgestaltet, wie es auch bei bestehenden umliegenden Bauten typisch ist. Mit dem Gebäudesockel wird zudem die Höhenwirkung des Gebäudes stark reduziert.

Raumprogramm
Das Gebäude beherbergt total 16 Kleinwohnungen von 1.5 bis hin zu 3.5 Zimmerwohnungen, welche auf den 4.5 Geschossen verteilt sind. Die interne Erschliessung erfolgt über das im Gebäudekern gelegene Treppenhaus mit einer einläufigen Treppe, sowie über einen ebenfalls an das Treppenhaus angebundenen Lift. Die Anzahl der Wohnungen erfordert eine hindernisfreie Bauweise, was im vorliegenden Projekt in allen Belangen eingehalten wird.

 

Architektonische und städtebauliche Erläuterung
Die Setzung der Volumen richtet sich einerseits an die urbanen Ausrichtungen der bestehenden Bauten gegenüber der Binzmühlestrasse und andererseits wird eine grosse Durchlässigkeit zum angrenzenden Wald gewährt. Diese orthogonale Anordnung und die als Punktbauten in Erscheinung tretenden Körper, entsprechen der Sprache vor Ort. Durch die Gliederung entstehen vermehrt grosszügige Durchlässe in den innenliegenden Park. Der rückwärtige Wald wächst förmlich durch die urbane Siedlungsstruktur hindurch. Die geschützten Bäume und Baumgruppen integrieren sich harmonisch ins Siedlungsbild. So reagieren die Wohneinheiten in den verschiedenen Punkt- und Zwischenbauten immer auf die entsprechende Lage zum Park. Diese gewünschte und anzustrebende Grundrissgestaltung bietet neu eine grosse Artenvielfalt von Wohneinheiten. Grösse, Ausrichtung und die innere Organisation reagieren immer auf den Aussenraum.

Die eigentliche Adresse bilden die Erd- und Sockelgeschosse. Das durchlässige Erdgeschoss und die damit verbundenen Durchwachsungen der Umgebung bilden eine Identifikation. Die Allgemeinzonen öffnen sich zum Hof und lassen aber  auch die Nutzung nach Aussen erkennen.

Die durch Punktbauten und Verbindungsvolumen entstehende Siedlung kommt in ihrer materiellen Umsetzung als hochwertige und nachhaltige Bausubstanz zu Geltung. Ausgestaltung der Sockelbereiche, hochwertige Fassadenmaterialien in den Obergeschossen und die Absetzung der Zwischenbauten, bilden eine harmonische Abfolge. Die leichte Verspieltheit der Volumensetzung bildet in Kombination mit der Materialisierung eine Einheit.

Trotz wiederholender einzelner Punktbauten entsteht keine Gleichförmigkeit. Die Setzung gewährt eine grosse Durchlässigkeit und schafft Bezüge.